Erlebnisorientierte Supervision
Weiterbildung | Umfang: 28 Tage über einen Zeitraum von 2 Jahren
Gruppengröße: min. 15 Personen und max. 18 Personen
Supervision ist eine besondere Form der Beratung, der Fokus liegt auf dem Erleben, Wirken und Handeln im beruflichen Kontext. Durch die gemeinsame Reflexion können aktuelle oder akute Situationen begleitet und die berufliche Entwicklung angeregt werden, sowohl individuell als auch gemeinsam im Team.
Erlebnisorientierte Supervision arbeitet mit dem konkreten Erleben und den Begegnungen im Hier und Jetzt. Sie geht davon aus, dass sich Entwicklung – im privaten wie im beruflichen Kontext - in Beziehungen und Begegnungen zwischen Menschen vollzieht. Dabei ist die Qualität der Beziehung entscheidend.
Gleichwürdigkeit, Authentizität, Verantwortung, Integrität, Selbstgefühl sind dabei die leitenden Konzepte in direkter und indirekter Supervision.
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die die Ausbildung in erlebnisorientierter Familientherapie abgeschlossen haben und Fachleute mit therapeutischer Ausbildung oder Pädagog*innen mit mindestens vierjähriger Berufserfahrung.
Arbeitsweise
In der Weiterbildung zum*zur erlebnisorientierten Supervisor*in werden Theorie und Praxis miteinander verknüpft, der Schwerpunkt in den Modulen liegt auf dem konkreten Erleben und direkten Erfahrungen. Die Teilnehmenden beraten sich gegenseitig unter direkter Supervision der Dozent*innen. Ergänzend werden in jedem Modul spezifische Themen und theoretische Impulse eingebracht, die anschließend in der Praxis fokussiert und dadurch verbunden mit Erfahrungen integriert werden können.
Die Arbeit findet im Plenum und in gleichbleibenden Kleingruppen statt. Die Kleingruppen haben feste Arbeitszeiten, in denen sie selbstgesteuert arbeiten. In jedem Modul bekommt eine Kleingruppe im Plenum Supervision, sodass Gruppensupervision selbst erlebt werden kann.
Externe Gruppen und Teams aber auch Einzelpersonen sind willkommen, im Plenum Supervision zu bekommen.
Im 2. bis 4. Halbjahr nehmen die Teilnehmenden an Lehrsupervision bzw. Prozessbegleitung in kleinen Gruppen teil. Insgesamt müssen sechs Lehrsupervisionstermine besucht werden, zwei pro Halbjahr.
Im vierten Halbjahr schreiben die Teilnehmer*innen ihre Abschlussarbeit zu dem Thema, das sie im sechsten Modul gewählt haben. In Kolloquien können die Teilnehmer*innen den Werdegang ihres Schreibens vorstellen und Feedback bekommen.