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ddif - In Beziehung Im Dialog Im Prozess

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung bezieht den beruflichen Hintergrund, die fachpersönlichen Bedürfnisse und die Ziele der Teilnehmer*innen ein. Auf Basis der direkten Supervision und Reflexion von Beratungs- und Therapieabläufen kommt es zu einer kontinuierlichen Wechselwirkung zwischen Theorie, Methodik und fachpersönlicher Entwicklung.

Basisausbildung

Die 2-jährige Basisausbildung stellt eine Einführung in die familientherapeutische Arbeit dar. Im Mittelpunkt steht dabei die Vermittlung eines grundlegenden beratungs- und therapierelevanten Wissens, das von den Ausbildungsteilnehmer*innen internalisiert werden soll.

Eine Grundlage für die professionelle Entwicklung entsteht durch die Auseinandersetzung mit Aspekten der eigenen Persönlichkeit, Beziehungsgeschichte und dem Erleben in Begegnungen.

Fachpersönliche Entwicklung
  • Persönliche Sprache

  • Einsicht in die persönlichen Muster

  • Kontaktfähigkeit

  • Persönlicher Führungsstil

  • Persönliche Verantwortung

  • Reflexion eigener Reaktionen auf andere Menschen

  • Konflikt und Konfliktlösung

  • Prozessanalyse und Prozesssteuerung


.. sind einige der Schwerpunkte im Hinblick auf die fachpersönliche Entwicklung.

In der Basisausbildung findet pro Jahr ein Theoriemodul statt, das aus Vorlesungen und Seminareinheiten besteht. Die Gruppen im ersten und zweiten Ausbildungsjahr nehmen gemeinsam an den Modulen teil.

Drittes und viertes Ausbildungsjahr

Im dritten und vierten Ausbildungsjahr werden die theoretischen, beruflichen und persönlichen Qualifikationen praxisbezogen ausgebaut, wobei externe und regelmäßig supervidierte Beratungen von Paaren und Familien obligatorisch sind. Die ddif Hotline freut sich über neue Berater*innen und gibt Gelegenheit, in die Beratungspraxis einzusteigen.
Innerhalb der Aufbauausbildung geht es darum, die Teilnehmer*innen persönlich und fachlich für die eigenständige Beratungsarbeit zu qualifizieren.

Schwerpunkte im 3. & 4. Ausbildungsjahr
  • die Weiterentwicklung der persönlichen Qualifikationen für die familientherapeutische Arbeit

  • die Vermittlung relevanten theoretischen Hintergrundwissens für ein dynamisches Verständnis der therapeutischen Arbeit mit einzelnen Klienten, Paaren und Familien

  • Vertiefung von Gruppen-, Paar- und Familientherapie

  • das Training für die konkrete Beratungssituation

  • die Anleitung zum Begleiten von Prozessen in Gruppen, Unterricht und Beratung

  • Unterstützung und Förderung der persönlichen Entwicklung und des fachlichen Stils der Teilnehmenden

Der Fokus liegt dabei immer auf der Familienperspektive – sei es mit Einzelpersonen, Paaren oder Familien.

Supervision und Eigentherapie

Zusätzlich zu den Modulen sind ab dem dritten Ausbildungsjahr jährlich 24 Stunden Supervision (Einzel- oder Gruppensupervision) der eigenen Beratungspraxis verpflichtend. Das Institut bietet Supervisionsgruppen an. Externe Supervisor*innen müssen vom Institut autorisiert sein und die Stunden schriftlich bestätigen.

Die Arbeit an der eigenen persönlichen Entwicklung und die Auseinandersetzung mit anderen, wie sie in dieser Ausbildung im Mittelpunkt steht , führt dazu, dass den Teilnehmer*innen eigene, persönliche Themen bewusst werden, die sie über den Rahmen der Ausbildung hinaus bearbeiten sollten. Individuelle Therapie neben der Ausbildung ist deshalb sinnvoll und zumeist auch sehr hilfreich. Für Teilnehmer*innen in der Aufbauausbildung ist die Erfahrung von Eigentherapie Pflicht. Sofern sie bislang keine eigentherapeutische Erfahrung haben, müssen die Teilnehmer*innen im Lauf des dritten und vierten Jahres 20 Stunden Eigentherapie nachweisen. Die Kosten für diese Therapie sind nicht in der Ausbildungsgebühr enthalten.

Übergreifende Themenfelder

Während der vier Ausbildungsjahre bearbeiten die Dozent*innen gemeinsam mit der Jahrgangsgruppe anhand von Erlebnissen und Eigenwahrnehmungen der Teilnehmer*innen grundlegende Themenfelder. Dabei werden diese Erlebnisse und Erfahrungen in fachliche Perspektiven eingebunden.

Die Familienperspektive

Der Einstieg in die therapeutische Arbeit mit Klient*innen, Paaren und Familien ist verbunden mit bedeutsamen Beziehungskonstellationen und -konflikten sowie familiendynamischen Perspektiven.

  • Welchen Einfluss hat das Familiensystem auf die Persönlichkeitsentwicklung?

  • Die – offensichtlichen oder latenten – Auswirkungen der Erfahrungen in der Herkunftsfamilie auf die eigene Partnerschaft und Familie, auf Stieffamilien und deren Familiensystem

  • Therapeutische Arbeit mit der eigenen Familie und eigenen Beziehungen

  • Module im Rahmen der Ausbildung mit den eigenen Familien

  • Wirkung intergenerationaler Themen und Muster

  • Erkennen und Reflexion bedeutsamer Beziehungs- und Verhaltensmuster aus familiendynamischer Perspektive.

  • Effekte der existentiellen Grundbedürfnisse und -konflikte innerhalb von Familien

  • Differenzierung zwischen Paar- und Familienthemen

  • Arbeit mit aus der Herkunftsfamilie übernommenen Glaubenssätzen

  • u.a.

Lebenskrisen
  • Wie wirken sich Krisen bei mir und bei anderen aus?

  • Anlässe, Anzeichen und Reaktionen

  • Welche Möglichkeiten gibt es mit ihnen umzugehen und wie lassen sich Krisen bewältigen?

  • Wie können Paare und Familien in der Krise begleitet werden?

  • Welche Möglichkeiten des Umgangs gibt es, wenn eine Person der Familie in einer Krise feststeckt?

  • Schwerpunktmodule zu Trauer, Trauma und Verlust

Die eigene Person in der therapeutischen Arbeit
  • Wie zeige ich mich in engen Beziehungen?
  • Wie entwickle ich die Fähigkeit zu empathischem Verständnis?
  • Wie kann die eigene Intuition nutzbar gemacht werden?
  • Erkennen eigener Begrenzungen und Überforderung in der Begegnung mit bestimmten Themenfeldern oder Konstellationen
  • Selbstaufmerksamkeit im therapeutischen Gespräch
  • Arbeit mit Integrität und Kooperation
  • Ausbalancieren der Aufmerksamkeit für die eigenen inneren Prozesse und die Reaktionen des Gegenübers.
  • Kongruenter Selbstausdruck und wertschätzendes Feedback.
  • Die Qualität der eigenen Präsenz als prozessfördernd oder -hemmend erkennen
Ethik in der therapeutischen Arbeit
  • in Bezug auf Klienten und Angehörige
  • im Kontakt zu Behörden
  • im Bereich der Kindeswohlgefährdung oder Suizidalität
  • Erkennen der Grenze zur psychotherapeutischen Arbeit und Überweisung an andere Fachleute
  • Berücksichtigung von Marginalisierung und Diskriminierung als gesellschaftliche Gegebenheiten sowie die kritische Reflexion eigener Vorurteile und Wahrnehmungsmuster
Kommunikation
  • Analyse und Reflexion von Kommunikationssituationen

  • Nutzen allgemeiner Kommunikationsmodelle und Berücksichtigung passender Modelle in der Praxis

  • Differenzierung zwischen Inhalts- und Prozessebene

  • Aufrichtiger Selbstausdruck und persönliches Feedback

Körper und Stimme
  • Atmung und Bewegung als Ressourcen

  • Atem- und Regulationsstrategien

  • Fähigkeit der Selbstwahrnehmung

  • Stimme als Rückmeldung eigener Verfassung

  • Resonanz der Muskulatur und der inneren Räume aufgreifen und nutzen

Evaluation

Jedes Ausbildungsjahr wird mit einer Evaluation abgeschlossen, die sich aus einer schriftlichen Arbeit und einem Evaluationsgespräch im Plenum zusammensetzt. Die Evaluation dient der Reflexion der fachpersönlichen Entwicklung und therapeutischen Kompetenzen, sowie der Konkretisierung der individuellen Zielsetzungen für das nächste Jahr.

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Kontakt

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.  
franca.kriesel@ddif.de

Hospitation

Wir freuen uns, Ihnen einen Einblick in die Ausbildung geben zu können.  Termine

Infotreffen

Wenn Sie uns und unsere Arbeitsweise kennenlernen wollen, sind Sie herzlich zu unseren Infoabenden eingeladen. Termine

Termine 2022/2023

1. Modul: 13.10. – 16.10.22

2. Modul: 24.11. – 27.11.22

3. Modul: 12.01. – 15.01.23

4. Modul: 16.02. – 19.02.23

5. Modul: 17.03. – 19.03.23

6. Modul: 04.05. – 07.05.23

  Theorie: 19.05. – 21.05.23

7. Modul: 22.06. – 25.06.23

 

 

Ort

Alle 4 Jahre findet ein Jahrgang komplett in Berlin statt.
Jahrgang 2022 in der Remise

Kosten

4.500,-- € pro Jahr

Es fällt keine Mehrwertsteuer an.
Teilnahmegebühr exklusive Verpflegung, Reisekosten und Unterbringung.

 

Fördermöglichkeiten

Teilnahmebedingungen
Ausbildungsordnung

ddif
Deutsch-Dänisches Institut für 
Familientherapie und Beratung
Ebersstr. 80 (durch die Tordurchfahrt zur Remise)
10827 Berlin

Telefon 030 241 711 10
Telefax 030 284 295 01
info@ddif.de