Im Dialog
Im Prozess

Für verschiedene Zielgruppen bieten wir ein- und mehrtägige Seminare zu verschiedenen praxisorientierten Themen an.
Weitere Seminarangebote werden hier regelmäßig veröffentlicht.
Tagesseminar
Drei Begriffe, die im Zusammenhang mit Kindern und Erziehung immer auftauchen. Es scheint Einigkeit zu herrschen, dass es ohne nicht geht. Gleichzeitig wissen oft weder Eltern noch Erzieher*innen, wie sie Grenzen setzen können und was sie bei Regelverstößen tun sollen. Konsequenzen werden dann so eingesetzt, wie vorher Strafen.
Im Seminar beleuchten wir einen sinnvollen Umgang mit Regeln und arbeiten daran, wie Erwachsene ihre eigenen Grenzen kennen lernen und vertreten können. Daraus ergeben sich dann in der Regel ganz andere Konsequenzen.
Eltern, Pädagog*innen und Interessierte
Di, 25.11.2025 | 9-16 Uhr
3-tägiges Seminar
Wenn Kinder und Jugendliche trauern, brauchen sie Menschen, die ihnen ehrlich begegnen.
Begleitung in der Trauer bedeutet vor allem da zu sein, offen für gemeinsames Erleben, Fragen, Lachen, Erinnern. Und auch für das Schwere, die Leere, wenn Worte fehlen oder die Verzweiflung groß ist.
Wenn wir Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer begleiten, begegnen wir auch unseren eigenen Verlusten und Schmerzpunkten. Es ist gut, wenn wir in der Begegnung offen und berührbar sind, denn dann können wir die Themen und Gefühle, die auftauchen wirklich gemeinsam halten. Zugleich ist es wichtig nicht selbst weggeschwemmt zu werden.
Deshalb bieten wir in diesem Seminar Menschen, denen das Thema Verlust-Tod-Trauer in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen ein Anliegen ist, die Möglichkeit, in das Thema Trauer und Trauerbegleitung auf verschiedenen Ebenen einzutauchen.
Theoretische Impulse zu Grundlagen der Trauerarbeit wechseln sich mit erlebnisorientiertem Arbeiten ab. Wir schauen auf kreative Wege, Trauer zu begegnen und anzunehmen. Und laden ein, verschiedene Ausdrucksformen zu erkunden und als Zugang zu eigener Trauer um frische oder zurückliegende Verluste zu nutzen.
Kreatives Gestalten und Schreiben, Bilder, Bilderbücher und Geschichten, Dialoge in kleineren Gruppen und im Plenum. Immer verbunden mit der Einladung darauf zu achten, was jetzt gerade guttut.
Was trägt mich? Was bewegt mich? Was erlebe ich als hilfreich?
Und wie kann ich das, was ich selbst als wertvoll erlebe in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einbringen?
Um Wege zu finden, die für mich selbst und mein Gegenüber passen, ist das Eintauchen in eigene Prozesse und die Verbindung von Wahrnehmen, Verstehen und Erleben wesentlich.
24. bis 26. Februar 2026
Dienstag |14:30 – 18:00
Mittwoch | 10:00 – 18:00
Donnerstag | 10:00 – 13:00
pädagogische Fachkräfte, professionelle Helfer*innen, Ehrenamtliche und Interessierte
Cornelia Stöckel
Familientherapeutin, Psychotherapeutin
Rebecca Hinzmann
Familientherapeutin, Pädagogin
Tagesseminar
Unsere Alltagssprache ist voller Metaphern, und auch wenn wir Probleme schildern, greifen wir häufig auf Metaphern zurück: „Gegen eine Mauer rennen“, „überrollt werden“, „Licht am Ende des Tunnels sehen“. In diesen Beschreibungen drücken wir etwas aus, indem wir es mit etwas anderem vergleichen, etwa, dass wir dringend etwas von unserem Gegenüber wollen, es aber nicht gelingt, dazu in einen produktiven Austausch zu gehen, was sich wiederum so anfühlt, als würden wir gegen eine Mauer rennen.
In diesem Seminar werden wir anhand von kurzen Inputs und vielen praktischen Übungen ausprobieren, wie wir Metaphern in Gesprächen und Beratungen nutzen können:
Wie das gemeinsame Untersuchen von Metaphern dazu beitragen kann, die Situation besser zu verstehen („was bräuchte es, um dich vor dem Überrollen zu schützen?“).
Wie Metaphern dazu beitragen können, um mit verschiedenen kreativen Methoden neue Perspektiven auf eine Situation zu entwickeln.
Und wie wir Metaphern, die sich als weniger hilfreich darstellen, verändern können. In Abwandlung eines Zitats von Michael White: „Welchen Metaphern erlaubst Du, Dein Leben zu regieren – und wie würde es sich verändern, wenn Du eine andere Metapher wählen würdest?“
17. März 2026 | 09:00 – 16:00
Berater*innen, Interessierte
Dr. Hella Dietz,
Soziologin, Paar- und Familientherapeutin, Supervisorin
Tagesseminar
Desire heißt: sich des eigenen Wollens bewusst zu werden. Was wollen wir eigentlich im Sex von uns selbst und von anderen? Warum begehren wir, warum wollen wir begehrt werden und was bedeutet Intimität? Einen Tag lang widmen wir uns Sex, Lust und Begehren mit dem Fokus auf das, was uns darin lebendig macht.
Desire ist ein englischer Begriff, der übersetzt Wunsch, Lust, Sehnsucht, Verlangen oder Begierde bedeutet. Wenn wir in Verbindung mit unserem Desire sind, dann, „we are owning our wanting“. So beschreibt es die New Yorker Paar- und Familientherapeutin Esther Perel. Das heißt: Wir sind uns unseres Wollens, unserer Sehnsucht bewusst und in dessen Besitz. Genau dieses Sich-zu-Eigen-Machen steht im Fokus des Seminars: Was ist mein Desire? Wonach sehne ich mich? Mache ich es mir zu eigen, besitze ich es oder besitzt es mich?
Es geht selbstverständlich in diesem Seminar um Sex. Aber noch viel mehr geht es um das, was uns lebendig hält, was unsere Lebensenergie (Eros) ausmacht. In Beratungen mit Paaren oder Einzelpersonen rund um Sexualität geht es häufig darum, ob Sex stattfindet und ob er „befriedigend“ ist. In diesem Seminar richten wir den Blick auf etwas Tieferes: Wann erleben wir Momente von Lust und Lebendigkeit in unserem Leben, in unserem Alltag und wie stehen die in Verbindung mit dem Sex, den wir wollen oder haben? Wir erforschen also gemeinsam, woraus Sex entsteht und welche Wünsche und welche Sehnsüchte darin liegen.
Fragen der sexuellen Orientierung oder Beziehungsform - hetero, homosexuell, trans*, monogam, polyamor, ENM, offen oder Single - spielen eine Rolle, sind in diesem Seminar nur an zweiter Stelle von Bedeutung.
Inhalte
In diesem eintägigen Seminar eröffnen wir einen Raum, um Sex, Desire und Lust in ihren Facetten zu erforschen. Neben kurzen theoretischen Impulsen stehen Selbstreflexion, erlebnisorientierte Übungen und gemeinsamer Austausch im Mittelpunkt.
Wir beleuchten:
Corinna Sahl ist Denkerin, Friedens- und Konfliktforscherin, Sozialunternehmerin und Therapeutin mit Lebensmittelpunkten in München und London. Sie hat in Paris, St Andrews und London Konflikte, Politik und politische Theorie studiert und sich auf Arts and Public Spaces spezialisiert. Corinnas vielfältige Arbeitsbereiche sind das Ergebnis ihrer Leidenschaft für Beziehungen, Konflikte und Räume – sowohl im persönlichen als auch im nationalen und internationalen Kontext. Ihr Leitmotiv lautet: Beziehungen formen uns – und sie formen den Raum, in dem wir uns befinden. Sei es die Beziehung zwischen zwei Menschen, zwischen verschiedenen Autoritäten in einer Nachkonfliktregion oder zwischen Lehrerin und Schülerin im Klassenzimmer. Neben der vierjährigen Ausbildung als Familientherapeutin am ddif wurde Corinna im Compassionate Inquiry Approach nach Gabor Maté sowie in Emotion Education nach Hilary Jacobs Hendel ausgebildet.
www.corinna-sahl.com
11. April 2026 | 10:00 – 17:00
Berater*innen, Interessierte
Corinna Sahl,
Paar- und Familientherapeutin
Tagesseminar
Wer das Geld hat, hat die Macht.
Oft ist es so.
Aber hinter dem Streit ums Geld können sich auch andere Themen verbergen.
Seit seiner Erfindung wird Geld auch als Machtmittel eingesetzt. Als notwendige Lebensgrundlage, können wir uns der Macht des Geldes nicht entziehen. Dort, wo Geld aber als Mittel der Beziehungsgestaltung eingesetzt wird, haben wir oft mehr Spielraum als wir uns vorstellen - wir können entscheiden, ob wir das Machtspiel mitmachen oder aussteigen. Vielleicht ertappen wir uns auch selbst als aktive*n Akteur*in in diesem Spiel. Oder das Geld steht für ganz andere bisher unausgesprochene oder unerkannte Schwierigkeiten.
Wir können überprüfen, was für uns vielleicht zutrifft.
Des Geldes wegen verbleiben wir in Beziehungen, die uns schon lange nicht mehr erfüllen, gehen faule Kompromisse ein, sind „gefügig“, gehen Konflikten aus dem Weg, zerstreiten uns mit unseren engsten Menschen. Geld ermöglicht und verhindert Freiheit.
Rund um das Thema Geld lauern jedenfalls jede Menge (vermeintliche) Abhängigkeiten und Konflikte. Sie als solche wahrzunehmen und zu adressieren, ermöglicht unter Umständen ehrlichere Beziehungen auf Augenhöhe und einen Zugewinn an Freiheit. Dem entgegen stehen Scham, Tabu, Angst und oft auch Unwissen.
Wir laden ein, gemeinsam hinzuschauen: Welche Rolle spielt Geld in meinem Leben? Wo ist diese Rolle konstruktiv, wo destruktiv? Wo hätte ich mehr Handlungsspielraum und was hält mich zurück?
Diese Fragen sind uns begegnet. Sie sind eingeladen, Ihre Fragen zu stellen.
Jenseits von juristischen Klärungen interessiert uns, welche Rolle Geld in der Beziehung zu Partner*innen und Kindern spielt und das Zusammenleben beeinflusst.
Christine Ordnung und Cornelia Stöckel freuen sich auf den Austausch mit Euch und Ihnen.
20. April 2026 | 09:00 – 16:00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte, Interessierte
Tagesseminar
Das Autismus-Spektrum wird als immer präsenter wahrgenommen – in Kitas, Schulen aller Form, anderen Bildungsinstitutionen und in Arbeitskontexten. Es stellt sich die Frage: Was kann Autismus sein, was fällt unter den Begriff Autismus Spektrum und was hat dies mit Neurodivergenz und dem gefühlten Anstieg von ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom) zu tun?
In der Begegnung mit dem Phänomen Autismus können wir erahnen, mit welchen Bedingungen und subjektiven Ordnungen Menschen im Spektrum die Welt erleben. In dem Seminar geht es weniger um eine Diagnose an sich. Vielmehr nähern wir uns ausgehend von einigen wenigen Grundlagen einer passenden Haltung durch das Erleben als Gegenüber und in Resonanz. Mit diesen Versuchen des Verstehens können wir einen gemeinsamen Beziehungsraum eröffnen, in dem der autistische Mensch und der neurotypische Mensch zueinander finden, voneinander lernen und sich entwickeln können.
Des Weiteren werden wir gemeinsam versuchen, Schnittmengen zwischen dem eben beschriebenen Prozess des Gestaltens eines Beziehungsraumes und dem Erleben von ADS/ADHS im Rahmen der Diskussion über Neurodivergenz zu finden.
8. Oktober 2026 | 10:00 – 17:00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte, Interessierte
ddif gemeinnützige GmbH
Deutsch-Dänisches Institut für
Familientherapie und Beratung
Ebersstr. 80 (durch die Tordurchfahrt zur Remise)
10827 Berlin
Anfahrt
S-Bahn S1, S41, S42, S45, S46 (Bahnhof Schöneberg)
Bus 248, M46 (Ebersstr./Ecke Dominicusstr.)
Fußweg ca. 3 Minuten
Telefon 030 241 711 10
Telefax 030 284 295 01
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