Im Dialog
Im Prozess

Für verschiedene Zielgruppen bieten wir ein- und mehrtägige Seminare zu verschiedenen praxisorientierten Themen an.
Weitere Seminarangebote werden hier regelmäßig veröffentlicht.
Tagesseminar
Das Autismus-Spektrum wird als immer präsenter wahrgenommen – in Kitas, Schulen aller Form, anderen Bildungsinstitutionen und in Arbeitskontexten. Es stellt sich die Frage: Was kann Autismus sein, was fällt unter den Begriff Autismus Spektrum und was hat dies mit Neurodivergenz und dem gefühlten Anstieg von ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom) zu tun?
In der Begegnung mit dem Phänomen Autismus können wir erahnen, mit welchen Bedingungen und subjektiven Ordnungen Menschen im Spektrum die Welt erleben. In dem Seminar geht es weniger um eine Diagnose an sich. Vielmehr nähern wir uns ausgehend von einigen wenigen Grundlagen einer passenden Haltung durch das Erleben als Gegenüber und in Resonanz. Mit diesen Versuchen des Verstehens können wir einen gemeinsamen Beziehungsraum eröffnen, in dem der autistische Mensch und der neurotypische Mensch zueinander finden, voneinander lernen und sich entwickeln können.
Des Weiteren werden wir gemeinsam versuchen, Schnittmengen zwischen dem eben beschriebenen Prozess des Gestaltens eines Beziehungsraumes und dem Erleben von ADS/ADHS im Rahmen der Diskussion über Neurodivergenz zu finden.
Einführung und Grundlagen: Phänomenologie des Autismus Spektrums
Symptomatik und Entwicklungen in der Kindheit
Neurodivergenz und ADHS: Schnittmengen mit dem Spektrum
Wahrnehmungsbesonderheiten und Beziehungsqualitäten
Begegnungen und Handlungen
Regulierung und dessen Notwendigkeit – Regulierung ist nicht Reglementierung.
8. Oktober 2026 | 10:00 – 17:00 | ausgebucht
Weiterer Termin
4. Juni 2027 | 10:00 – 17:00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte, Interessierte
Grenzen und Regeln begleiten uns im Alltag ständig. Eltern und Pädagog*innen suchen nach Wegen, wie es ihnen gelingen kann, dass Kinder die Grenzen respektieren, die sie ihnen setzen und sich an Regeln halten.
Wie setze ich meine Grenzen?
Wozu sind Regeln hilfreich?
In diesem Seminar geht es um persönliche Grenzen und um persönliche Sprache.
Es geht darum, dass Regeln das Zusammenleben erleichtern sollen und nicht als Erziehungsmittel taugen.
Zudem geht es um die Definition von Konsequenzen und darum, dass Konflikte wichtig und notwendig sind.
Mit Kindern Alternativen zur autoritären Erziehung zu finden, ist für Eltern und Pädagog*innen heute ein großes Anliegen.
Jesper Juul hat dafür das Wort Gleichwürdigkeit erfunden.
Gleichwürdig sind die Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern dann, wenn die Erwachsenen sich und die Kinder gleich ernst nehmen und dabei ihre Führungsrolle und Verantwortung behalten.
Eltern, Pädagog*innen und Interessierte
Di, 17.11.2026 | 9-16 Uhr
Obwohl Einzeltherapie mit Kindern „allermeistens wenig(er) effizient und mitunter sogar kontraindiziert ist“ (Schmitt und Weckenmann, 2009), scheuen viele Berater*innen und Therapeut*innen davor zurück, mit der ganzen Familie zu arbeiten. Wir erklären uns dies u.a. dadurch, dass in den verschiedensten Ausbildungen oft wenig Zeit und Raum ist, dieses Setting kennenzulernen und auszuprobieren. Das Mehrpersonensetting ist komplex und voller Überraschungen und auch gegenüber Eltern braucht es oftmals Mut, Überzeugung und Entschlossenheit, die gesamte Familie zum Gespräch einzuladen.
An 2 x 3 Tagen wollen wir daher unsere Überlegungen und Erfahrungen zum Setting in der Familienberatung und -therapie teilen und vor allen Dingen umfassend Raum bieten, eigene Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren. In den beiden Modulen vermitteln wir die Grundlagen für die Arbeit mit Familien von Virginia Satir und Jesper Juul und erarbeiten in Rollenspielen den erlebnisorientierten Ansatz: Familienberatung im Hier-und-Jetzt.
Familientherapie bedeutet für uns mit den Eltern zu arbeiten und die Kinder dürfen dabei sein. Die Interaktion zwischen Eltern und Kindern sowie das Verhalten der Kinder sind wichtige Informationen, ohne die wir als Fachleute oft im Dunklen tappen.
Unsere Grundhaltung:
Die ganze Familie einzuladen ist bereits eine wichtige Intervention.
Jede Familie hat ihre eigene Geschichte und Kultur. Nachhaltige Veränderungen, Lösungen und Entwicklung können nur mit und aus der Familie herausgefunden werden.
Wir haben als Fachleute zwar einiges an Erfahrung, aber wir kennen weder die Kultur noch das einzigartige Beziehungsgeflecht der Familie, der wir neu begegnen.
Unser Arbeitsansatz ist erlebnis- und prozessorientiert und beruht auf der Arbeit von Virginia Satir und Jesper Juul. Daraus ergeben sich folgende Schwerpunkte:
Verantwortung und Gleichwürdigkeit
Der Konflikt zwischen Integrität und Kooperation
Die existenzielle Realität der Kinder
Arbeitsweise im Modul:
Plenum und Kleingruppen im Wechsel
Theoretischer Input und Austausch
Familienberatungen im Rollenspiel oder mit externen Familien
Christine Ordnung ist Familientherapeutin und unterrichtet seit über 15 Jahren in der Familientherapieausbildung. Sie hat ihre Ausbildung bei Jesper Juul absolviert. Neben der Arbeit mit Paaren und Familien begleitet sie pädagogische Teams in Schulen, Kindergärten und in der Jugendhilfe. Gemeinsam mit Georg Cadeggianini schrieb sie das Buch „Familie am Tisch – für ein neues Miteinander“ Kösel Verlag 2023
Dr. Cornelia Stöckel ist erlebnisorientierte (ddif) und systemische (ÖAS) Familientherapeutin und Psychologin. Sie arbeitet in einem multiprofessionellen Kinderpalliativteam, das Familien mit chronisch kranken Kindern unterstützt. Daneben berät sie in freier Praxis überwiegend Paare und Familien. Seit 2020 unterrichtet sie am ddif in der Familientherapieausbildung. Sie ist Autorin von „Erlebnisorientierte Familientherapie – Gestalttherapie mit vollen Stühlen“ Edition Plus 2017.
1. Modul
Freitag, 23. April 2027 bis Sonntag, 25. April 2027
2. Modul
Montag, 24. Mai 2027 bis Mittwoch, 26. Mai 2027
Modulzeiten
erster Tag | 10:00 – 18:00
zweiter Tag | 9:00 – 18:00
dritter Tag | 9:00 – 16:00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte
ddif gemeinnützige GmbH
Institut für Beziehungskompetenz
Ebersstr. 80 (durch die Tordurchfahrt zur Remise)
10827 Berlin
Anfahrt
S-Bahn S1, S41, S42, S46 (Bahnhof Schöneberg)
Bus 248, M46 (Ebersstr./Ecke Dominicusstr.)
Fußweg ca. 3 Minuten
Telefon 030 241 711 10
Telefax 030 284 295 01
info@ddif.de