Im Dialog
Im Prozess

Für verschiedene Zielgruppen bieten wir ein- und mehrtägige Seminare zu verschiedenen praxisorientierten Themen an.
Weitere Seminarangebote werden hier regelmäßig veröffentlicht.
Tagesseminar
Grenzen und Regeln begleiten uns im Alltag ständig. Eltern und Pädagog*innen suchen nach Wegen, wie es ihnen gelingen kann, dass Kinder die Grenzen respektieren, die sie ihnen setzen und sich an Regeln halten?
Wie setze ich meine Grenzen?
Wozu sind Regeln hilfreich?
In diesem Seminar geht es um persönliche Grenzen und um persönliche Sprache.
Es geht darum, dass Regeln das Zusammenleben erleichtern sollen und nicht als Erziehungsmittel taugen.
Zudem geht es um die Definition von Konsequenzen und darum, dass Konflikte wichtig und notwendig sind.
Mit Kindern Alternativen zur autoritären Erziehung zu finden, ist für Eltern und Pädagog*innen heute ein großes Anliegen.
Jesper Juul hat dafür das Wort Gleichwürdigkeit erfunden.
Gleichwürdig sind die Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern dann, wenn die Erwachsenen sich und die Kinder gleich ernst nehmen und dabei ihre Führungsrolle und Verantwortung behalten.
Eltern, Pädagog*innen und Interessierte
Mi, 20.05.2026 | 9-16 Uhr
Tagesseminar
… und wird heute überwiegend auf den destruktiven Teil reduziert.
Das ist bedauerlich.
Wir alle brauchen Aggressionen, um uns den täglichen Herausforderungen zu stellen. Es bedarf Durchsetzungskraft, um sich zu positionieren und die eigenen Grenzen so zu setzen, dass andere sie respektieren.
Aggression ist ein legitimes Gefühl, genauso wie Freude, Trauer, Lust, das zum Leben gehört.
Kinder brauchen für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und im Besonderen für ihr Selbstgefühl alle Gefühle inklusive Aggression.
Es braucht eine ganze Kindheit sich selbst und die gesamte Palette der Gefühle kennen zu lernen. Es braucht die Jahre des Heranwachsens, um aggressive Impulse konstruktiv umzusetzen. Wer diesen Prozess beschleunigen will oder Aggressionen verhindern will, erreicht eher das Gegenteil.
Wie können Eltern und Pädagog*innen mit dieser wichtigen Emotion der Kinder umgehen?
Wie können Erwachsene auf Kinder reagieren, die mit destruktivem Handeln zeigen, dass es ihnen nicht gut geht?
Wie können Eltern und Fachleute dabei zusammenarbeiten?
Und – wie können Erwachsene lernen, mit ihren eigenen Aggressionen umzugehen.
Pädagog*innen, Eltern und Interessierte
Di, 02.06.2026 | 09-16 Uhr
Fortbildungsreihe
Das dreitägige Seminar "Zu zweit beraten" mit Cornelia Stöckel und Niels Hamel und
die zwei dreitägigen Module "Beratung und Therapie mit der ganzen Familie" mit Christine Ordnung und Cornelia Stöckel können auch als Fortbildungsreihe gebucht werden.
KOMPASS (Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige) als Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unterstützt Solo-Selbstständige, sich krisenfest und zukunftssicher durch weitere Qualifizierungen aufzustellen.
Die Förderung einer Weiterbildung mit KOMPASS ist mit 90% der Fortbildungsgebühren, bis max. 4500€ möglich. Die Fortbildung muss innerhalb von 6 Monaten abgeschlossen sein und mindestens 20 Stunden umfassen.
Dies trifft sowohl auf unsere Fortbildung "Zu zweit beraten" als auch "Beratung und Therapie mit der ganzen Familie" zu. Beides kann auch als Fortbildungsreihe gebucht werden.
Um eine Förderung zu erhalten ist eine Beratung in einer der Anlaufstellen zur Beantragung einer KOMPASS Förderung notwendig.
3 Module á 3 Tage
05. - 07.06.2026
10. - 12.07.2026
21. - 23.08.2026
Freitag | 10.00 – 18.00
Samstag | 9.00 – 18.00
Sonntag | 9.00 – 16.00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte
Dreitägiges Seminar
Für das Mehrpersonensetting (Paarberatung, Familienberatung, Arbeit mit Teams) steht die Beratung zu zweit als Variante zur Verfügung. Sie erweitert unsere Möglichkeiten: Ein Duo aus männlichem Berater und weiblicher Beraterin öffnet z.B. eine breitere Identifikations- und Projektionspalette für Klient*innen. Und jede*r Beratende nimmt jeweils unterschiedlich wahr und kann somit eine andere Resonanz und Wahrnehmung zur Verfügung stellen. Gleichzeitig erhöht sich beim gemeinsamen Beraten die Komplexität: Wir müssen uns als Berater*in nicht nur auf das Paar oder die Familie, sondern auch auf unsere*n Kolleg*in einstellen.
Wir wollen ausprobieren und experimentieren, um das Mehr an Komplexität im Rollenspiel direkt zu erleben und zu untersuchen. Wie ist es, mit jemandem zusammen in die Beratungsverantwortung zu gehen? Was braucht es an gemeinsamer Vorbereitung? Was taucht in der Beziehung der Beratenden an Themen auf - vor, während und nach der Beratung? Und wie kann all das vielleicht sogar eingebracht werden? Was erlebe ich aus der Klient*innenperspektive, wenn „da Zwei sitzen“?
Was ist aus der jeweiligen Perspektive heraus hilfreich, bereichernd, was irritierend, verwirrend, störend?
Eine Einladung zur Selbsterfahrung und Kompetenzerweiterung für alle, die mit Paaren, Familien und Gruppen zu zweit beratend arbeiten oder arbeiten wollen.
Das Dozent*innen-Team Cornelia Stöckel und Niels Hamel hat durch die gemeinsame Tätigkeit am ddif bereits vielfältige Erfahrungen zu zweit im Mehrpersonensetting gesammelt.
Dr. Cornelia Stöckel ist erlebnisorientierte (ddif) und systemische (ÖAS) Familientherapeutin und Psychologin. In ihrer Arbeit für ein multiprofessionelles Kinderpalliativteam spielen Beratungsgespräche zu zweit immer wieder eine Rolle. Daneben berät sie in freier Praxis überwiegend Paare und Familien. Seit 2020 unterrichtet sie am ddif in der Familientherapieausbildung – regelmäßig auch zu zweit. Sie supervidiert auch Studierende (systemische Psychotherapie), die als „Tandem“ Online-Beratung anbieten. Sie ist Autorin von „Erlebnisorientierte Familientherapie – Gestalttherapie mit vollen Stühlen“ Edition Plus 2017.
Dr. sc. mus. Niels Hamel ist gebürtiger Berliner, Mediziner, Musik-, Kunst- und Kreativtherapeut und Supervisor. Er ist im Autismus Therapie Zentrum Bielefeld als Berater und Therapeut beschäftigt. Am ddif in Berlin arbeitet er als Dozent und ist zusätzlich als Fortbildender und Supervisor in freier Praxis tätig.
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Beratung von Paaren, Familien und Einrichtungen. Zu zweit beraten ist für ihn eine Bereicherung in jedem Setting und zugleich eine willkommene Herausforderung.
5. bis 7. Juni 2026
Freitag | 10.00 – 18.00
Samstag | 9.00 – 18.00
Sonntag | 9.00 – 16.00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte
Zwei dreitägige Module
Prozessorientierte Familienbegleitung
Wenn von Familientherapie die Rede ist, bleibt oft unklar, was damit gemeint ist. Beginnt Familientherapie bereits, wenn ein Elternteil ein Kind in die Therapie begleitet? Was braucht es, um das Potential einer Begegnung mit der ganzen Familie im Beratungssetting zu nutzen?
Jesper Juul und sein Lehrer Walter Kempler etablierten Grundwerte und klare Prinzipien für die Arbeit mit Familien:
Für die Arbeit mit Familien ist es notwendig, sich der existenziellen Realität von Kindern bewusst zu sein und die Gesetzmäßigkeiten von symmetrischen und asymmetrischen Beziehungen zu kennen. Im Zusammenleben mit ihren Eltern passen sich Kinder den Erwartungen und Bedürfnissen der Eltern an, unbesehen der Auswirkungen auf ihre eigene Entwicklung.
Kinder orientieren sich an ihren Eltern, sie kopieren oder ergänzen, was sie von ihren Eltern vorgelebt bekommen. Wenn Eltern auf destruktive Weise streiten, psychische oder gesundheitliche Probleme haben, Väter oder Mütter sich für die Familie opfern oder anhaltend unzufrieden sind, oder aus anderen Gründen ihre Aufgaben als Eltern nicht wahrnehmen können, übernehmen die Kinder diese Arbeit. Eine Arbeit, mit der Kinder überfordert sind. Um den Eltern beizustehen, zeigen sie z.B. besonderes Wohlverhalten zu Hause oder „machen Ärger“, um die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zu ziehen. Sie übernehmen auf ihre Art die Verantwortung für die Stimmung im Haus. Das ist keine bewusste Entscheidung des Kindes, hier geht es um ihre existenzielle Realität. Sie haben keine Alternative.
Meist sind die Kinder der Grund, warum Eltern Unterstützung suchen. Wir sehen sie als Symptomträger, die auf Schwierigkeiten in der Familie oder bei den Eltern aufmerksam machen. Da hilft es wenig, nur die Symptome zu bearbeiten, es gilt die Ursache dafür zu finden. Sonst gibt es lediglich eine Symptomverschiebung.
Wir arbeiten mit den Eltern im Beisein der Kinder (außer wir wissen von Gewalt der Eltern gegenüber den Kindern). Sie müssen hören können, wie ihre Eltern sich um das Zusammenleben in der Familie kümmern. Wir laden sie ein, sich am Gespräch zu beteiligen, aber sie werden nicht befragt oder in den Mittelpunkt gestellt. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen und wiederzukommen. Durch das Verhalten und die Reaktionen der Kinder und das Zusammenspiel mit ihren Eltern bekommen Berater*innen wichtige Informationen.
In der Beratung sollten Kinder erleben, dass ihre Eltern auf respektvolle und zugewandte Weise Unterstützung bekommen.
Kinder werden dann entlastet, wenn ihr Einsatz für die Familie gesehen und benannt wird und ihre Eltern gestärkt werden. Ihnen die Verantwortung abzunehmen, ist kaum möglich. Mit unseren Eltern sind wir lebenslänglich verbunden.
In zwei Modulen wollen wir Grundzüge erlebnisorientierten Arbeitens mit der ganzen Familie vermitteln und im Rollenspiel ausprobieren und erleben.
Christine Ordnung ist Familientherapeutin und unterrichtet seit über 15 Jahren in der Familientherapieausbildung. Sie hat ihre Ausbildung bei Jesper Juul absolviert. Neben der Arbeit mit Paaren und Familien begleitet sie pädagogische Teams in Schulen, Kindergärten und in der Jugendhilfe. Gemeinsam mit Georg Cadeggianini schrieb sie das Buch „Familie am Tisch – für ein neues Miteinander“ Kösel Verlag 2023
Dr. Cornelia Stöckel ist erlebnisorientierte (ddif) und systemische (ÖAS) Familientherapeutin und Psychologin. Sie arbeitet in einem multiprofessionellen Kinderpalliativteam, das Familien mit chronisch kranken Kindern unterstützt. Daneben berät sie in freier Praxis überwiegend Paare und Familien. Seit 2020 unterrichtet sie am ddif in der Familientherapieausbildung. Sie ist Autorin von „Erlebnisorientierte Familientherapie – Gestalttherapie mit vollen Stühlen“ Edition Plus 2017.
1. Modul: 10. - 12.07.2026
2. Modul: 21. - 23.08.2026
Freitag | 10.00 – 18.00
Samstag | 9.00 – 18.00
Sonntag | 9.00 – 16.00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte
Tagesseminar
Das Autismus-Spektrum wird als immer präsenter wahrgenommen – in Kitas, Schulen aller Form, anderen Bildungsinstitutionen und in Arbeitskontexten. Es stellt sich die Frage: Was kann Autismus sein, was fällt unter den Begriff Autismus Spektrum und was hat dies mit Neurodivergenz und dem gefühlten Anstieg von ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom) zu tun?
In der Begegnung mit dem Phänomen Autismus können wir erahnen, mit welchen Bedingungen und subjektiven Ordnungen Menschen im Spektrum die Welt erleben. In dem Seminar geht es weniger um eine Diagnose an sich. Vielmehr nähern wir uns ausgehend von einigen wenigen Grundlagen einer passenden Haltung durch das Erleben als Gegenüber und in Resonanz. Mit diesen Versuchen des Verstehens können wir einen gemeinsamen Beziehungsraum eröffnen, in dem der autistische Mensch und der neurotypische Mensch zueinander finden, voneinander lernen und sich entwickeln können.
Des Weiteren werden wir gemeinsam versuchen, Schnittmengen zwischen dem eben beschriebenen Prozess des Gestaltens eines Beziehungsraumes und dem Erleben von ADS/ADHS im Rahmen der Diskussion über Neurodivergenz zu finden.
8. Oktober 2026 | 10:00 – 17:00
pädagogische und therapeutische Fachkräfte, Interessierte
ddif gemeinnützige GmbH
Institut für Beziehungskompetenz
Ebersstr. 80 (durch die Tordurchfahrt zur Remise)
10827 Berlin
Anfahrt
S-Bahn S1, S41, S42, S46 (Bahnhof Schöneberg)
Bus 248, M46 (Ebersstr./Ecke Dominicusstr.)
Fußweg ca. 3 Minuten
Telefon 030 241 711 10
Telefax 030 284 295 01
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