Newsletter Oktober 2020

 


Newsletter Oktober 2020

Ich grüße Sie herzlich!

Es ist jetzt tatsächlich soweit, die Säule im Saal der Remise wird durch Stahlträger ersetzt.
Am Mittwoch, 7. Oktober begannen die Arbeiten pünktlich wie geplant. Die Träger liegen im Hof und machen Eindruck mit ihrer Massivität.

Auf Grund der Abstandsregeln saßen wir in den Seminaren und Ausbildungsmodulen die letzten Wochen im großen Kreis und hatten zwischen uns in der Mitte die gemauerte Säule. Es konnten sich nicht alle sehen. Irgendwer war immer hinter den Backsteinen verschwunden. Die Gruppen und die Referent*innen machten das beste daraus und nahmen es mit Humor. Aber die Vorfreude auf einen Saal mit freiem Blick durch die Mitte ist groß.

Jetzt im Herbst steigen die Fallzahlen der Corona Infektionen wie erwartet und von allen Expert*innen vorhergesagt – und doch wollte ich es am liebsten nicht wahrhaben. Es fühlt sich an wie ein Dé­jà-vu, wie vor dem Lockdown.
Wir konnten uns den Gegebenheiten mit den notwendigen Maßnahmen anpassen und im Sommer die Aus- und Weiterbildungsmodule weiterführen. In der Villa Fohrde waren die Kleingruppen bei gutem Wetter meistens im Freien. Das Projekt „Empathie macht Schule“ haben wir umorganisiert und fortgesetzt. Die Räume in der Remise sind fast durchgängig belegt. Die verschiedenen Gruppen geben sich die Klinke in die Hand, die wir zwischendurch natürlich desinfizierten. Die Pause in den Herbstferien nutzen wir für die Bauarbeiten. Dass alles so gut läuft, verdanke ich Franca Kriesel und Rebecca Hinzmann, die die Abläufe neben ihren Arbeiten so gut im Blick haben. Alles, was für einen reibungslosen Verlauf nötig ist, haben sie bedacht und getan – Kekse, Desinfektion, Kaffee, Tee und Milch, Information zu den Hygienevorschriften und Anwesenheitslisten, Nachschub von Kohlesäureflaschen, vorbereiten der Handouts und und und.
Herzlichen Dank an Euch beide!!!!

Wir verfolgen die Entwicklung der steigenden Infektionszahlen mit großer Aufmerksamkeit und wir werden das uns Mögliche tun, damit die Gruppen weiterarbeiten können. Die Ungewissheit bleibt.

Familienberatungen in den Ausbildungsmodulen
Familien können sich für die Module der Familientherapieausbildung zu kostenfreien Beratungen anmelden. Die Ausbildungsgruppen erleben die praktische konkrete Arbeit und die Familie bekommt kompetente Unterstützung. Eine Win-Win Situation, zu der wir Familien einladen.
Die Corona Bedingungen beschränken im Moment die Arbeit mit Familien in den Modulen, da wir auf die Anzahl der Personen im Raum achten müssen. Um das zu kompensieren stellen wir Familiensituationen im Rollenspiel nach und geben den Teilnehmenden so die Gelegenheit Beratungsgespräche zu üben. Rollenspiele können die Beratungen mit „echten“ Familien natürlich nicht ersetzen. Gleichzeitig bieten sie die Chance, Situationen öfter auf verschiedene Weise zu wiederholen. Wir können auf die Stopptaste drücken, zurückspulen und es nochmal anders versuchen.

Die Arbeitsform ist nicht mit Familienaufstellung zu vergleichen, das soll es auch nicht sein, aber die Mitspielenden können sehr genau wahrnehmen, ob sie sich in der Beratung gesehen und wertvoll oder nicht angesprochen fühlen.

In den ersten Modulen mit Jesper Juul, die Marianne Troost, Heinz Senoner und ich im Jahr 2003 in Hamburg erlebten, haben wir viele Familienberatungen im Rollenspielen durchgeführt. Ich habe damals sehr viel gelernt und nebenbei hatten wir auch Spaß an den unterschiedlichen Rollen. Es bleibt zudem nicht aus, dass die Rolle etwas mit mir macht und ich etwas mit der Rolle. So war auch diese Arbeitsform sehr persönlich und dicht mit den eigenen Themen verbunden.

Mona Kino, „Zeit für Empathie“ Beltz Verlag

Ein Lesebuch, ein Nachschlagewerk, ein Fachbuch, ein Zutatenbuch, ein Arbeitsbuch.
Das alles vereint Mona Kino in ihrem Anfang Oktober erschienenen Werk „Zeit für Empathie“.

Leider konnte ich das Buch noch nicht von Anfang bis Ende durchlesen. Aber immer wieder habe ich an verschiedenen Stellen reingeblättert und konnte wahrnehmen, wie mich die Geschichte, das Interview, die Einleitung oder die Übungsanleitungen angezogen haben.
Mona schreibt in einem sehr persönlichen Stil, ich fühle mich durchweg angesprochen. Kurze Absätze skizzieren Szenen der Partnerschaft oder des Familienlebens, die ich kenne und in Gedanken zu meinem Leben, zu meiner Familie abschweife. Eine längere Episode lässt mich die Welt aus der Sicht einer 11 jährigen Jungen erleben, berührend und aufschlussreich. Während der Interviews mit den Experten kann ich mich zurücklehnen und auf mich zukommen lassen, was mir diese Personen aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung zur Verfügung stellen. Ich darf verschiedene Perspektiven einnehmen und aus verschiedenen Zutaten die für mich passenden wählen.

Liebe Mona, ich danke dir, dass du dieses Buch in die Welt gebracht hast. Ich bin froh, dass du 2011 beim ersten Ausbildungsjahrgang am ddif dabei warst und jetzt die Leser*innen des Buches an deiner Lebenserfahrung und an deinen Erlebnissen während der vierjährigen Ausbildung, des Empathie Trainings und deiner Mitarbeit als Referentin beim Schulprojekt „Empathie macht Schule“ teilhaben lässt.

Dienstags im ddif in der Remise
27. Oktober 2020
19:00 – 21:00 Uhr
Annhild Fahr ist Kinderärztin, Mutter dreier Kinder und im dritten Ausbildungsjahr am ddif.
Sie hat diesen Vortrag für eine Fachtagung zum Thema “Altes Denken – neues Wissen. Bedürfnisse im Wandel der Zeit” vorbereitet, die wegen Corona auf nächstes Frühjahr verschoben wurde. Ich freue mich sehr, dass ich sie zu „Dienstags im ddif“ einladen konnte und wir ihren Vortrag hier hören können.„Ich mache das nur zu Deinem Besten“
Dieser Satz klingt für mich bedrohlich nach Strafe und Erniedrigung.
Und doch drückt er eigentlich ein Bedürfnis aus, das alle Eltern eint: Das Bedürfnis, wertvoll für ihre Kinder zu sein.
Die Vorstellung davon, was für die Entwicklung von Kindern und das Zusammenleben als Familie wertvoll ist, hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte glücklicherweise gewandelt.
An diesem Abend im ddif soll es darum gehen, wie neue Werte und Kompetenzen wie Integrität, Authentizität, persönliche Verantwortung und Gleichwürdigkeit Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern so verändern können, dass sowohl die Großen als auch die Kleinen sich als wertvoll und bereichernd füreinander erleben.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Annhild Fahr, dass sie ihren Vortrag für uns in der Dienstags-Reihe anbietet.

– Annhild Fahr –

Thema für November
„Jenseits von Bestrafung und Belohnung“ mit Christine Ordnung

Wir möchten Sie bitten, sich anzumelden: info@ddif.de

Dienstags im ddif

Infotreffen Aus- und Weiterbildung
mit Christine Ordnung

03. November 2020

  • 18:30 Uhr für die Weiterbildung
  •  20:00 Uhr für die Ausbildung

Wir planen die nächsten Kurse so, wie sie auf der Homepage ausgeschrieben sind, wohlwissend, dass wir unter Umständen, die wir nicht beeinflussen können, die Termine verschieben und umplanen müssen. Für mich und uns alle ist die Herausforderung jetzt, flexibel zu sein.

Die nächste Weiterbildung “Vom Gehorsam zu Verantwortung” beginnt im April 2021.

Im März 2021 startet der nächste Ausbildungsjahrgang am ddif.

Weiterbildung “Vom Gehorsam zur Verantwortung”
Familientherapieausbildung

Infotreffen Empathie Training

mit Helle Jensen und Christine Ordnung

10. November 2020, 18:30 Uhr

Das nächste Empathie Training beginnt im August 2021 in der Villa Fohrde an der Havel.
Die maximale Teilnehmerzahl liegt unter den heutigen Bedingungen bei 18 Teilnehmenden.

Bitte melden Sie sich an, wenn Sie an einem der Infoabende teilnehmen möchten: info@ddif.de

Training Empathy
Infotreffen

ddif-Hotline Reden hilft!
Unter der Nummer 030 / 81 45 25 90 erreichen Sie Berater*innen, die Ihnen zuhören und mit Ihnen ins Gespräch kommen.
Die aktuellen Zeiten: Mittwoch – Samstag
10:00-12:00 Uhr und 19:00-23:00 Uhr

ddif- Hotline Reden hilft!

Seminare 2021

Intelligenz der Herzens
Freitag bis Sonntag, 15.– 17.01.2021

mit Helle Jensen und Katinka Gøtzsche

Es gibt noch Plätze und wer sich dafür interessiert, sollte sich bald entscheiden, da auch hier die Teilnehmerzahl auf 18 begrenzt ist.

Grenzen, Regeln, Konsequezen in gleichwürdigen Beziehungen
Freitag, 12.02.2021
mit Christine Ordnung

Eigenverantwortung statt Abhängigkeit – Suchtprävention von klein auf
Montag, 26.04.2021

mit Marianne Troost und Galeide Heß

Die Seminare finden in den Räumes des ddif statt:
Ebersstr. 80 (durch die Tordurchfahrt zur Remise), 10827 Berlin-Schöneberg

Seminare

Liebe Grüße
Christine Ordnung

Anmeldung sowie Fragen rund um Organisation:
Franca Kriesel · Telefon:
030 / 2417 1110 · E-Mail: franca.kriesel@ddif.de