Newsletter März 2020

Ich grüße sie herzlich!

Claus Koch hat in dem folgenden Artikel den Paradigmenwechsel in der Entwicklungspsychologie beleuchtet. Die Erkenntnisse der 80er und 90er Jahre haben 90% der bis dahin geltenden pädagogischen Überzeugungen auf den Kopf gestellt. Die Vorstellungen, die noch bis in die 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts festgeschrieben waren, haben sich als falsch erwiesen.

Das hätte eigentlich einen enormen Paukenschlag auslösen müssen, Kindergärten und Schulen hätten von den Pädagog*innen umgekrempelt werden müssen.

Wo ist der radikale Wandel, der hätte folgen müssen?

Die pädagogischen Einrichtungen arbeiten überwiegend im gleichen Stil weiter. Trotz besseren Wissens, halten zu viele an den überholten Überzeugungen fest. Die eigenen Erfahrungen als Kinder sind im Organismus verankert und führen zur Wiederholung des selbst erlebten. Diejenigen, die wirklich andere Wege gehen wollen, merken, wie schwer es ist, gegen die Gewohnheit zu handeln oder haben schlichtweg keine Idee, wie es anders gehen könnte.

Der Wandel in der Pädagogik vollzieht sich nicht von selbst, das Altbekannte hat einen zu starken Sog. Wir brauchen ein hohes Maß an Bewusstheit und viel Beharrlichkeit, um den Paradigmenwechsel im pädagogischen Alltag zu etablieren. Dieser Artikel ist ein wichtiger Beitrag dazu.

Herzlichen Dank an den Verfasser und Ihnen hoffentlich hohen Gewinn beim Lesen.

Das Kind als von Geburt an soziales Wesen – Claus Koch

Dienstags im ddif – immer der letzte im Monat, 19 – 21 Uhr
Im März ist der letzte Dienstag auch der letzte Märztag, der 31. An diesem Abend zeigen wir Ausschnitte aus dem Vortrag von Jesper Juul zum Thema „Wenn Kinder Jugendliche werden“ mit anschließender Gelegenheit zum Austausch.

Termine und Informationen zu den Dienstagen im ddif

Trauerarbeit
Wie geht Trauern? Wie verarbeiten wir Verluste, die uns treffen?
Wie gehen wir mit unserer eigenen Sterblichkeit um?Im Laufe der vierjährigen Ausbildung sind zwei Module dem Thema Trauer gewidmet. In den Tagen ist Zeit, über die schmerzhaften Erlebnisse und Verluste aus dem eigenen Leben zu sprechen.
Trauer braucht Zeugenschaft. Das macht den Austausch in der Gruppe besonders intensiv.
Mitteilen – Zuhören – MitfühlenTrauern ist Arbeit. Im Trauerprozess müssen wir die schmerzhaften Momente, Gedanken und Gefühle durcharbeiten.
Trauern ist nicht nur Traurigkeit. Zum Trauerprozess können alle Gefühle gehören – Schmerz und Verzweiflung, Wut und Zorn, Freude und Dankbarkeit, Hilflosigkeit und Angst, Schuldgefühle und Scham.
Wer Trauernde begleitet weiß, dass die Aufgabe darin besteht, die schweren Fragen zu stellen und dort zu bleiben, wo es weh tut. Das Durchleben und Begleiten der harten und schmerzvollen Momente bringt allen Beteiligten an die existenziellen Themen des Lebens. Das Leben wird intensiv und dicht, wenn die Verzweiflung und die Trauer gelebt werden dürfen.Zum Thema Sterben, Bestattung und Trauer ist seit kurzem folgende Webseite online.

www.bohana.de

„Was soll bleiben, wenn Du gehst?“

Anne Kriesel und Claudia Fricke sprechen die Fragen aus, die die meisten Menschen gerne vermeiden.
Was ist, wenn ich sterbe? Was ist, wenn Du stirbst? Bohana lädt ein, über das Sterben zu sprechen.

Ich habe die Seiten geöffnet und fühlte mich eingeladen. Anne Kriesel und Claudia Fricke stellen sich vor und öffnen sich mit ihren Erlebnissen und Gedanken zu Tod und Trauer.
Diese Homepage gibt Hilfestellung für den Todesfall und ermutigt die Leser*innen das Thema Sterben für sich und die Nächsten zu besprechen.
Vielen herzlichen Dank an die beiden Initiatorinnen.

Aus- und Weiterbildung
Die Weiterbildung “Vom Gehorsam zur Verantwortung” beginnt am 27. März in Berlin und der nächste Ausbildungsjahrgang beginnt am 18. April mit dem ersten Modul in der Villa Fohrde (Brandenburg).Alle Interessenten sind herzlich zum Infoabend am Donnerstag, den 19. März eingeladen. Neben der Bildungsprämie gibt es in Abhängigkeit von Ihrem Wohnort weitere Möglichkeiten einen Zuschuss zu den Kosten zu beantragen.Sie können gerne Kontakt zu uns aufnehmen, wenn Sie sich über Fördermöglichkeiten informieren wollen.

Infoabend

Seminare

„Bauen mit Lego“, Freitag, 13. März 2020
mit Christine Ordnung

Bauen mit Lego kann jede und jeder. Die Kinder haben den Erwachsenen einige Erfahrung voraus, aber auch ich habe mich schnell mit dem Material angefreundet, ohne damit aufgewachsen zu sein.

Wie sehe ich meine Familie, wie bin ich in meiner Familie?
Wie sieht meine Partnerschaft aus?
Wie kann ich meinen Arbeitsplatz darstellen?

Das Bauen regt Erkenntnisprozesse an. Die Ergebnisse sind sichtbar, ich kann probieren, verwerfen und verändern. Im besten Fall macht es Spaß. Das tun Kinder im Spiel.

Bauen mit Lego

„Stimme in der Therapie“,  Freitag bis Sonntag, 20.–22. März 2020
mit Sten Byriel aus DänemarkEtwas ist stimmig, wie bin ich gestimmt, ich stimme mich ab, bestimmt sein, …
Das sind einige Beispiele dafür, in wie vielen Bereichen unsere Stimme eine Bedeutung haben kann. Sie ist das Instrument, mit dem wir uns jeden Tag in den verschiedensten Situationen einen Ausdruck geben und darum ist es eine gute Idee, die eigene Stimme zu erleben und zu beleben.

Stimme in der Therapie

„Grenzen, Regeln, Konsequenzen”, Montag & Dienstag, 23. & 24. März 2020
mit Christine Ordnung

Das neue Format des Feierabendseminars findet Anklang. Es ist bereits gut besucht, aber ein paar Plätze hat es noch.
An diesen drei Begriffen – Grenzen, Regeln, Konsequenzen – lassen sich die Werte von Jesper Juul und der Paradigmenwechsel prima verdeutlichen.
Eltern und Pädagog*innen sind damit beschäftigt, den Kindern Grenzen zu setzen und vernachlässigen dabei ihre eigenen. Wenn ich mit großen Holzreifen die eigenen Grenzen und die des anderen sichtbar mache, wird schnell deutlich, dass die Erwachsenen sich vielmehr um ihre eigenen Grenzen kümmern müssen. Damit sorge ich besser für mich und die Kinder bekommen ein Vorbild, wie es gehen, die eigenen Grenzen zu wahren.

Regeln, Grenzen, Konsequenzen – Feierabendseminar

„Wenn Kinder Jugendliche werden“, Mittwoch, 1. April 2020
mit Christine OrdnungPassend zum Impulsabend am 31. März dreht sich auch das Seminar um das Zusammenleben und -arbeiten mit Jugendlichen.
Die Rolle der Eltern ändert sich, wenn die Kinder älter werden.
In dem Seminar geht es darum, wozu Jugendliche in der Lage sein sollten und was sie brauchen bzw. überhaupt nicht gebrauchen können.

Wenn Kinder Jugendliche werden

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den beginnenden Frühling genießen können!

Liebe Grüße
Christine Ordnung

Anmeldung sowie Fragen rund um Organisation:
Franca Kriesel · Telefon:
030 / 2417 1110 · E-Mail: franca.kriesel@ddif.de

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