Newsletter August 2020



 


Newsletter August 2020

Ich grüße Sie herzlich!

 

Schulbeginn unter schwierigen Bedingungen und das Schulprojekt „Empathie macht Schule“ in Zeiten von Corona.

Beginn der 10. Weiterbildung „Vom Gehorsam zur Verantwortung“ in Berlin und des 10. ddif Ausbildungsjahrgangs.

 

… Wir haben ein volles Programm und ich wünsche uns und allen anderen, die ihre Arbeit wieder aufnehmen, dass die steigenden Infektionszahlen nicht wieder zu drastischeren Einschränkungen führen. Gleichzeitig bin ich dabei, mich der Realität zu stellen, dass Abstands- und Hygieneregeln im Jahr 2021 weiterhin notwendig sein werden.

 

Im Schulprojekt finden die Fortbildungsmodule mit kleineren Gruppen statt. Wir haben die Anzahl der Teilnehmenden pro Gruppe halbiert und die Fortbildungstage verdoppelt, sodass wir ausreichend Abstand zueinander halten könnten. Die Bedingungen, um die notwendigen Hygienemaßnahmen zu erfüllen sind damit in der Remise gegeben.

Ich finde es wichtig, dass wir unter Einhaltung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen dennoch zusammenkommen können.

Wie können wir trotz und mit den Abstandsregeln in Kontakt kommen? Unter den Bedingungen der physischen Distanz, bekommt die Qualität der Beziehung eine umso größere Bedeutung.

Ich denke unsere Arbeit ist jetzt noch wichtiger, weil die aktuellen Gegebenheiten einen großen Effekt auf alle zwischenmenschlichen Begegnungen und Beziehungen haben.
Wir werden mit den Anforderungen, die sich uns stellen, neue Erfahrungen machen. Unsere Herausforderung ist es, ausreichend Schutz und zwischenmenschliche Interaktion und guten Kontakt zu ermöglichen

Ein Kommentator des norddeutschen Rundfunks plädierte dafür, die Situation der Kinder und Jugendlichen unbedingt im Blick zu behalten. Kindergärten und Schulen müssen so organisiert werden, dass sie offen bleiben können. Sonst verlieren wir eine ganze Generation, was massive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hätte.

 

Es entstehen hohe Kosten für die Gesellschaft, wenn wir riskieren, auch nur einzelne Kinder zu verlieren, weil wir ihnen nicht die notwendige Unterstützung und Förderung zu kommen lassen. Welche immensen Folgen würde es nach sich ziehen, wenn wir mehrere Jahrgänge von Kindern vernachlässigen und verlieren.

Andersherum heißt das auch, dass es jedes einzelne Kind wichtig und wertvoll ist –  aus ethischer Sicht sowieso, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Die wichtigste Ressource der Gesellschaft – Kinder und Jugendliche – geht täglich in Kitas und Schulen. Es ist nicht so ganz verständlich, dass die Wirtschaftskräfte in unserem Lande, die auf Wachstum und nochmal Wachstum pochen, nicht schon lange Alarm schlagen und sich mit allen Mitteln um die Lebensbedingungen der Kinder kümmern. Kitas und Schulen brauchen Verbesserungen in fast allen Bereichen: mehr Raum für jedes Kind, kleinere Lerngruppen, bessere Ausstattung der Räume und des Außengeländes, gute Ausbildung und Fortbildung der Pädagog*innen entsprechend den heutigen pädagogischen Erkenntnissen sowie regelmäßige Supervision und Reflektion  u.a.m.

Dann kann eine Arbeits- und Lernatmosphäre geschaffen werden, die unseren heutigen Erkenntnissen und Ansprüchen standhält.

Das Schulprojekt „Empathie macht Schule“ ist ein Schritt in diese Richtung.

Familientherapieausbildung

Der 10. Ausbildungsjahrgang am ddif wäre unter Corona fast eingeknickt. Ich bin sehr froh, dass im Jahr 2020 der „Jubiläumsjahrgang“ doch noch anfangen kann – unser erster Sommerstart. Sonst beginnen wir zwischen Januar und März.

2010 ging die Homepage des ddif ins Netz und im Januar 2011 begrüßte ich die erste Gruppe in der Villa Fohrde.

 

 

Ausbildung 2020

Infoabend

Am Dienstag, den 18. August 20 begrüße ich Interessierte an unserer Weiterbildung „Vom Gehorsam zur Verantwortung“ um 18:30 und an der Familientherapieausbildung um 20:00 Uhr. Bitte melden Sie sich bei Interesse per Mail an.

Vielleicht will ja noch jemand in den Jubiläumsjahrgang reinspringen. 2 Plätze haben wir noch zu vergeben.

Infotreffen

Empathie Training
In den 9 Module, die sich über zwei Jahre verteilen arbeitet die Gruppe an den Themen, die wir im Projekt „Empathie macht Schule“ dem Schulpersonal der drei Projektschulen anbieten. Im Team Ausbilder*innen werden nochmal Helle Jensen und Peter H
øeg dabei sein, Katinka Gøtzsche, Lukas Herrmann und ich.
In Kürze verschicken wir den aktualisierten Flyer und nennen Termine für Infoabende, an denen wir das Training vorstellen.

Training Empathy 2021

ddif-Hotline reden hilft

Die Sommerpause war und ist eine Durststrecke für die Hotline, aber wir sind durchgekommen.

Jetzt werden wir das Angebot der Hotline wieder bewerben und nach Möglichkeiten der Verbreitung suchen. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützten.

ddif- Hotline Reden hilft! (Flyer lang)
ddif- Hotline Reden hilft! (klein/ Instagram Format)

Dienstags im ddif
Am 25. August: „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen.“
Dieser Satz von Hannah Arendt war auf A. Eichmann gemünzt, der im Prozess gegen ihn, die Verantwortung und Schuld für den Mord an der jüdischen Bevölkerung von sich zu weisen versuchte, da er sich dem Gehorsam verpflichtet hätte.
„Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen“ ist eine radikale Aussage, die als Thema gut ins ddif  passt. Der Umkehrschluss die Alternative sei Ungehorsam, trifft ganz und gar nicht zu. Wenn ich den Mustern der Gehorsamskultur denke, dann ist jeder der nicht gehorcht, ungehorsam. Das ist eine Sackgasse, in der viele Erwachsene lange feststeckten und noch feststecken.
Im Buch „Vom Gehorsam zur Verantwortung“ beschreiben J. Juul und H. Jensen den Paradigmenwechsel und benennen Verantwortung als die Alternative zum Gehorsam. Sie verdeutlichen die Dimension der Verantwortung, die Kinder von Geburt an haben. Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen ihre persönliche Verantwortung zugestehen, sie dabei  in ihrem Heranwachsen ernst nehmen und unterstützen. Gleichermaßen sind Erwachsene Vorbilder für Kinder und Jugendliche, darin, wie sie Verantwortung für sich, ihre Handlungen und  Reaktionen übernehmen.
Ich freue mich auf die Runde, die am 25. August in der Remise zusammen kommen wird.

Dienstags im ddif

Die nächsten Themen der Dienstage im ddif

  • 29. September – Wenn Geschwister streiten
    Streiten ist soziales Lernen. Welche Rolle haben die Eltern?
  • 27. Oktober – „Wertvoll füreinander sein – ein universelles Bedürfnis von Kindern und Erwachsenen“
    Vortrag von Annhild Fahr

Online-Kongress
Ich habe mich eingereiht in die Reihe der 30 Speaker und bin zum ersten Mal Teil eines Online-Kongresses. Dieser Kongress findet zum Thema „Die neuen Eltern“ statt.
Andreas Reinke hatte mich herzlich dazu eingeladen und ich danke ihm für das inspirierende Gespräch, das er mit mir geführt hat. Wir hätten uns über vieles gerne noch länger ausgetauscht, aber natürlich ist die Zeit für die einzelnen Beiträge begrenzt.
Der Kongress ist gratis. Sie können sich anmelden und sich durch das Angebot klicken. Wenn ich die Speakersliste anschaue, ist da für jede und jeden was dabei.
Mit diesem Link geht‘s zur Anmeldung. Ich werde von meinem Bild auf dem Screenshot, stark daran erinnert, dass ich mit zunehmendem Alter meiner Mutter doch immer ähnlicher werde. Das bleibt mir wohl nicht erspart

Anmeldung: Online-Kongress “Die neuen Eltern”

Andreas Reinke bittet alle, den Link weiterzuleiten. Für Instagramer gilt das gleiche für diesen Link:

Flyer: Online-Kongress “Die neuen Eltern”

Seminar
Grenzen, Regeln, Konsequenzen in gleichwürdigen Beziehungen
Mittwoch, 19.08.20
9.00 – 16.00 UhrDas Seminar hatte großen Zulauf und dann fielen die geplanten Termine wegen Corona aus.
Diesen Termin haben wir glaube ich 3 oder 4 Mal verschieben müssen.
Das Seminar findet jetzt tatsächlich mit einer kleinen Teilnehmerzahl statt. Ich freue mich auf die Runde. Und natürlich können auch noch Interessierte dazu kommen.

Grenzen, Regeln, Konsequenzen in gleichwürdigen Beziehungen

Liebe Grüße
Christine Ordnung

PS:
Aller Wahrscheinlichkeit nach haben wir grünes Licht für die Säule. Das Daumendrücken hat geholfen.

Anmeldung sowie Fragen rund um Organisation:
Franca Kriesel · Telefon:
030 / 2417 1110 · E-Mail: franca.kriesel@ddif.de