Aufbauausbildung

Allgemeine InformationenDetails

Zulassung

Die Zulassung zum dritten und vierten Jahr setzt voraus, dass der Bewerber die Basisausbildung am ddif oder eine gleichwertige Ausbildung an einem anderen Institut erfolgreich abgeschlossen hat.

Hat der Bewerber oder die Bewerberin eine andere anerkannte Ausbildung absolviert, entscheidet das Institut in einem Aufnahmegespräch mit zwei Trainern, ob er oder sie aufgenommen werden kann.

Arbeitsweise

Wie in der Basisausbildung sind das persönliche Engagement des Einzelnen und die Zusammenarbeit im Plenum und in den Kleingruppen wesentliche Bestandteile. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen ihre persönlichen Themen ein und stehen sich gegenseitig als Klienten und Therapeuten zur Verfügung.

Die eigenen engen Beziehungen und die aktuellen Familien der Teilnehmer gehören zum festen Themenkanon des 3. und 4. Jahres. Die Partnerinnen, Partner und Familien werden eingeladen, an Paar- und Familienwochenenden teilzunehmen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen sich mit der Literatur des zweiten Ausbildungsabschnittes vertraut und beschäftigen sich – zusammen mit ihrer Kleingruppe oder individuell – mit jeweils einer theoretischen Fragestellung pro Halbjahr. Ihre Ergebnisse stellen sie im Plenum vor.

Supervision und Eigentherapie

Im dritten und vierten Jahr müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Jahr mindestens 10 Stunden Eigentherapie bei einer anerkannten Psychotherapeutin oder einem anerkannten Psychotherapeuten nachweisen. (Die Kosten dafür sind nicht in der Teilnahmegebühr enthalten, sondern jeweils selbst zu tragen.)

Zusätzlich sind 25 Stunden Supervision (Einzel- oder Gruppensupervision) der therapeutischen Arbeit unter eigener Regie verpflichtend. Die Kosten dafür können die Studierenden mit den Einnahmen decken, die sie durch ihre Beratungs- und Therapiestunden erzielen.

Der Supervisor oder die Supervisorin müssen vom Institut autorisiert sein und die Stunden schriftlich bestätigen. Das Institut bietet auch Supervisionsgruppen an.

Drittes JahrDetails

Ziele

  • Der professionelle Ansatz der psychotherapeutischen Arbeit
  • Vertiefen und umsetzen der psychotherapeutischen Theorie und Praxis in die konkrete Arbeit mit Klienten
  • Vertiefung von Gruppen-, Paar- und Familientherapie
  • Unterstützung und Förderung der persönlichen Entwicklung und des fachlichen Stils der Studierenden

Themen und Arbeitsformen

Trainingsgruppen

  • neue Gruppenzusammensetzung
  • fachpersönliche Zielsetzungen
  • kontinuierliche Evaluation

Arbeit mit Krisen, Verlust und Trauma (2)

Paar- und Familienarbeit auf erlebnisorientierter Grundlage

  • mit Gastklienten unter direkter Supervision im Plenum
  • mit Klienten unter eigener Regie (nur) unter indirekter Supervision

Arbeit mit Paaren

  • in der Krise
  • in Bezug auf Ehescheidung

Familienperspektiven (3)

  • Therapeutische Arbeit mit der eigenen Familie und eigenen Beziehungen
  • Workshop mit den eigenen Familien

Sexualität

Psychotherapeutische Arbeit mit Gruppenprozessen

Theorien und praktische Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung

Ethik in der Psychotherapeutischen Arbeit

  • in Bezug auf Klienten, Verwandte
  • im Kontakt zu Behörden

Anzeichen für Verletzungen in der Familie

  • Erkennen der Grenzen psychotherapeutischer Arbeit
  • Überweisung an andere Fachleute

Vorbereitung der Abschlussarbeit des dritten Jahres

Evaluation

Am Ende des sechsten Semesters werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer evaluiert. Eine schriftliche Evaluationsarbeit wird von einem internen Prüfer bewertet.

Wiederholen einer Abschlussarbeit

Bei Nicht-Bestehen einer Evaluation kann diese wiederholt werden. Wird die Evaluation ein zweites Mal nicht bestanden entscheidet das Trainerteam über die Zulassung zu einem dritten Prüfungsantritt. Nach dem dritten Versuch ist keine weitere Wiederholung erlaubt.
Geben Teilnehmerinnen oder Teilnehmer ihre Abschlussarbeiten nicht ab oder bleiben dem Prüfungstermin unentschuldigt fern, zählt dies als nicht bestanden.

Viertes JahrDetails

Ziele

Hauptziel des vierten Studienjahres ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beruflich und persönlich für eine professionelle Arbeit mit Klienten zu qualifizieren. Die Identität der Teilnehmer als Psychotherapeuten bildet dabei den Schwerpunkt. Neue inhaltliche Themen werden nur begrenzt eingeführt.

Der Fokus liegt dabei immer auf der Familienperspektive – sei es mit Einzelpersonen, Paaren oder Familien.

Im Mittelpunkt stehen:

  • die Weiterentwicklung der persönlichen Qualifikationen für die familientherapeutische und psychotherapeutische Arbeit.
  • die Vermittlung relevanten theoretischen Hintergrundwissens für ein dynamisches Verständnis der therapeutischen Arbeit mit einzelnen Klienten, Paaren und Familien
  • das Training für die konkrete therapeutische Arbeit
  • die Anleitung zum Begleiten von Prozessen in Gruppen, Unterricht und Beratung
  • die Arbeit als Supervisor

Eigenständige therapeutische Arbeit

Die eigenständige therapeutische Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit eigenen Familien unter indirekter Supervision bildet die Grundlage für die Abschlussarbeit im achten Semester.

Von Teilnehmern, die nicht in psychotherapeutischen oder ähnlichen Bereichen arbeiten, wird erwartet, dass sie sich als Mitarbeiter an anerkannten und sozialen Einrichtungen engagieren – z-B. in sozialen Projekten, die ehrenamtliche Mitarbeiter suchen.