Einleitung

Ziel dieses Dokuments ist es, einen beschreibenden Gesamtüberblick über die 4-jährige familientherapeutische Ausbildung am Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung – ddif zu vermitteln.

1. An wen richtet sich die Ausbildung?

Die Familientherapieausbildung richtet sich an Menschen, die in sozialen, psychologischen,

sozialtherapeutischen, medizinischen und pädagogischen, erzieherischen  und in beraterischen und personenorientierten Bereichen arbeiten, ihren Arbeitsbereich ausweiten und qualifizieren wollen oder überlegen, sich eine selbständige therapeutische Praxis aufzubauen.

 

2. Ziele der Ausbildung:

Erlebnisorientierte Familien- und Psychotherapie gleicht einem dynamischen Prozess zwischen Therapeut und Klient. Zwar ist die Beziehung asymmetrisch, weil der Therapeut die Rolle der Fachperson innehat und für seine Hilfe bezahlt wird. Diese Asymmetrie schließt aber eine Gleichwürdigkeit nicht aus: Der Psychotherapeut ist mit dem Klienten involviert als gleichwürdige Persönlichkeit mit gleichwürdigen Erfahrungen, Problemen und Fähigkeiten zu Problemlösung. Deshalb ist der Therapeut verpflichtet, eine persönliche und tiefgehende Begegnung von therapeutischem Charakter zu schaffen.

Ziel der 4-jährigen Ausbildung am ddif ist die Heranbildung von Familientherapeuten bzw. -therapeutinnen, die fähig sind, ihren beruflichen Sachverstand in Theorie und Praxis anzuwenden.

Die Ausbildungsteilnehmer bzw. –teilnehmerinnen sollen ein praxisorientiertes berufliches Fachwissen für eine professionelle Tätigkeit als Therapeuten bzw. Therapeutinnen sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Dienstleistungsbereich erwerben.

Theorie: Durch Lektüre, Literaturauswertung und als integrierter Teil der Ausbildung bauen die Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen ein theoretisches Fachwissen auf. Es handelt sich dabei u. a. um forschungsbasiertes Wissen auf den Gebieten Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie, Relationsarbeit, klinische Psychologie, Geschichte der Psychotherapie, Kommunikationstheorie und Theorie der wissenschaftshistorischen Traditionen und dergleichen.

Praxis: Die Ausbildung vermittelt dem Teilnehmer bzw. der Teilnehmerin persönliche Einsichten und Erkenntnisse durch prozessorientierten Unterricht, Dialog, Gruppenarbeit und Eigentherapie. Ebenso umfasst der Unterricht therapeutische Gespräche unter direkter Supervision sowie das Arbeiten mit Gruppenprozessen.

Theorie und Praxis: Theorie und Praxis werden durch Lehrveranstaltungen, Übungen und die Nachbereitung der therapeutischen Arbeit sowie durch schriftliche Aufgaben miteinander integriert.

 

 

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