Weiterbildung über sechs Wochenenden

Vom Gehorsam zur Verantwortung – Für eine neue Erziehungskultur

Infoblatt Weiterbildung 2015

Das praxisnahe Training richtet sich an Fachleute aus pädagogischen und sozialen Berufen und an Personen mit persönlichem Interesse.
Das nächste Training beginnt am 29. Mai 2015.

Bildungsurlaub und Fördermöglichkeiten

Die Weiterbildung ist anerkannt als Bildungsveranstaltung nach § 11 Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrlG) und in Brandenburg nach der Verordnung über die Anerkennung von Weiterbildungsveranstaltungen zur Bildungsfreistellung nach dem BbgWBG.

Ob diese Veranstaltung – wie bisher – von der Brandenburger LASA mit einem “Bildungsscheck für in Brandenburg lebende Beschäftigte” gefördert wird, bleibt abzuwarten. Die Förderrichtlinien für die Förderphase ab 2015 liegen noch nicht vor.



Ziele

Hauptziel ist es, die Beziehungsqualität in der pädagogischen Arbeit zu verbessern. Im Laufe des Trainings erarbeiten sich die Teilnehmenden prozessuale Kompetenz für familiäre und berufliche Zusammenhänge. Sie erleben und erfahren neue Einsichten in und Perspektiven für private wie professionelle Beziehungen.
Schwerpunktziele für die persönliche Entwicklung sind:

Inhalte

Die Weiterbildung hat drei inhaltliche Schwerpunktthemen:

Arbeitsweise

Ausgangspunkt und Grundlage für die Arbeit in den Workshops sind konkrete Erfahrungen der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer und von ihnen eingebrachte Fälle.

Das Training ist strukturiert in gemeinsame Arbeit im Plenum und selbständiges Arbeiten in Kleingruppen.

Die Arbeitsweise im Plenum setzt sich zusammen aus Vortrag, Gespräch, Fallbesprechung, Rollenspiel und Einzelberatung.

Beschreibung

Der Paradigmenwechsel in der Pädagogik und ein neuer Maßstab für zwischenmenschliche Beziehungen sind die Inhalte der 18-tägigen Weiterbildung.

Nach der langen Epoche der Gehorsamskultur sind Eltern gleichermaßen wie Pädagoginnen und Pädagogen auf der Suche nach neuen Wegen für das Zusammenleben die Zusammenarbeit und mit Kindern und Jugendlichen.
Die Forschung der frühen Eltern-Kind-Bindung brachte Erkenntnisse, die in sich selbst ein neues Paradigma begründete, stellt die meisten bisherigen „Wahrheiten“ der Entwicklungspsychologie auf den Kopf.

Erwachsene von heute haben neues Wissen aber alte Gewohnheiten. Sie müssen die nötigen Kompetenzen für zwischenmenschliche Beziehungen, die Gleichwürdigkeit anstreben, neu lernen und erleben.

Dies betrifft die Beziehungen Erwachsener untereinander und die Beziehungen von Erwachsenen zu Kindern und Jugendlichen. Bei letzteren kommt dazu, dass der Erwachsene in jeder Beziehung und jeder Begegnung mit einem Kind oder Jugendlichen der Verantwortliche für die Qualität der Beziehung ist.

Die Weiterbildung verbindet Theorie und Praxis. Persönlicher Austausch und die direkte Verknüpfung von Wissensvermittlung und persönlichem Erleben prägen die Arbeit. Wir arbeiten mit Fallbeispielen der Teilnehmenden aus ihrem beruflichen oder privaten Kontext und geben den eigenen Anliegen der einzelnen und der Gruppe Raum. Theoretische Grundlagen binden wir in die gemeinsamen Erfahrungen während der Arbeit ein.

Die Gruppe arbeitet vormittags und nachmittags im Plenum unter Leitung zweier Trainerinnen und Trainer. Mittags und abends treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen und bearbeiten Aufgaben und Themen in eigener Regie. Im Plenum findet ein regelmäßiger Austausch über die Arbeitsprozesse der Kleingruppen statt. Die Kleingruppen können sich Hilfestellung und Anregungen holen und bekommen Unterstützung bei Konflikten, die in der Arbeit erfahrungsgemäß auftauchen.

Im Plenum haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Beratungsgespräche zu üben. Sie beraten sich gegenseitig oder führen Beratungen als Rollenspiel durch. Die Beraterin oder der Berater wird dabei direkt von den Trainern begleitet und unterstützt.